Nun schon zu dritten Mal: Faltboottreffen in Bremen!
Auch
in diesem Jahr fand das Faltboottreffen in Bermen bei brütender Hitze statt.
Rohtraut aus Schwerte erschien schon am Donnerstag. Bereits am frühen Freitag
Nachmittag, wir waren noch mit dem Aufbau beschäftigt, kamen weitere Gäste
an. Das war praktisch, konnte man die doch gleich noch ein wenig zum Arbeiten
einspannen. Bis 18.00 Uhr waren die meisten Teilnehmer eingetroffen. Deshalb
wurde kurz darauf der Grill in Betrieb genommen und es wurde ein gemütlicher
Abend bei bestem Wetter. Am Samstag Morgen stand Frühstückskaffee
und Orangensaft für die Teilnehmer bereit und ich hatte schon die Brötchen
vom Bäcker geholt. Im Laufe des Vormittags trafen auch die Leute von Klepper
ein und bauten das Klepperzelt und ihre Boote auf. Auch die Leute von Barbarossa
kamen, um ihre Faltboot-Motoren zu präsentieren. Gegen 10.30 fuhr die erste
Gruppe mit den verpackten Booten im Anhänger zur Einsetzstelle an der Weserbrücke
in Achim, die anderen folgten mit den aufgebauten Faltbooten auf dem Kajakanhänger
eine Stunde später. So konnten wir schon gegen Mittag aufs Wasser. Ich
fuhr bei Rohtraut im RZ 85 mit.
Die Weser ist auf der Strecke von Achim bis Bremen sehr nett, immer wieder sind
links und rechts kleine Strände. Leider wissen auch die Motorbootfahrer
um die Schönheit dieser Strecke, obwohl bei deren Tempo werden sie Landschaft
kaum geniessen können. Die meisten Buchten waren dann auch von Jachten
belegt. Die Gruppe löste sich langsam in zwei Untergruppen auf, die schnelleren
machte im Sommergarten in Bollen eine Pause, die langsameren fanden schon vorher
einen sehr netten Strand, der nicht schon von anderen besetzt war. Die ganze
Tour fand bei strahlendem Sonnenschein und drückender Hitze statt. Immer
wieder wurde der Hut ins Wasser getaucht und nass wieder aufgesetzt. Wer sich
nicht ausreichend schützte, bekam unausweichlich einen Sonnenbrand. Rohtraut
wollte unbedingt noch segeln, so dass wir auf dem letzten Drittel der Strecke
noch Segel setzten. Mittlerweile hatte doch noch eine kleine Brise eingesetzt
und wir kamen voran, wenn auch langsamer als mit Paddeln. Langsam kam die Einfahrt
zur Schleuse in Sicht. Hier mussten wir noch hinter zwei Binnenschiffen halt
machen, die sich vor der Großschiffahrtsschleuse in Position gebracht
hatten.
Wir
wollten eigentlich an der Ausstiegstelle vor der Einfahrt in den Sportbootschleusenkanal
austeigen und mit dem dort liegenden Bootswagen umtragen, der war aber defekt.
Wir fuhren also in den kleinen Kanal der Sportbootschleuse. Ich betätigte
die Selbstbedienung, aber nichts tat sich. Also drückte ich auf den Knopf
der Gegensprechanlage und fragte, was denn los sei. Die Schleuse ist defekt
und es kommt (irgendwann) jemand zur Reparatur. Mir wurde langsam mulmig, es
schien sich ein Gewitter anzubahnen. Ich stieg aus und ging zur Schleusenkammer.
Hier sah ich eine Gruppe von unseren Leuten, die anscheinend schon länger
in der Schleuse gefangen waren. Ich forderte alle auf, die Schleuse samt Booten
umgehend zu verlassen. So wurden die Boote am Schwimmsteg aus dem Wasser geholt
und an der Spundwand nach oben gereicht. Ein Teil der Gruppe fuhr gleich weiter,
zwei Boote, die hinter der Schleuse waren, konnten mit dem zweiten Bootswagen,
der an der anderen Ausstiegsstelle lag und in Ordnung war, ihre Boote mit Hilfe
einiger Teilnehmer umtragen. Diese Aktion zog sich jedoch hin, so dass alle
vom Regen nass wurden und eine kleine Gruppe das jetzt einsetzende Gewitter
auf dem Schleusengelände abwarten mussten. Es dauerte eine Weile, bis das
Gewitter eine kurze Pause machte und wir die kurze Entfernung zum Verein paddeln
konnten. Alle waren völlig durchgeweicht, das Rückholen der Boote
verzögerte sich und für die Fahrer wurde es spät, bevor sie sich
wieder zu uns gesellen konnte. L
eider
verzögerte sich unser Rückkehr dadurch um über zwei Stunden.
Die Barbarossa-Leute mussten nach Hause, ohne einer größeren Gruppe
Ihre Motoren vorgeführt zu haben. Wie üblich wurde gegrillt, Filme
gezeigt, debattiert und gefeiert. Trotz des sich bis in den späten Abend
hinziehenden Gewitters wurde es ein gemütlicher Abend. Wenige hundert Meter
weiter gab es erhebliche Schäden durch eine Windhose, wir waren also sehr
glimpflich davon gekommen. Am Sonntag, nach sehr gemächlich angegangenem
Frühstück, wurde schon einiges zusammengepackt und Platz geschaffen
für den Flohmarkt. Eine größere Gruppe von Teilnehmern machte
noch eine Paddeltour entlang der Schlachte, also der Innenstadtstrecke der Weser.
Beim Flohmarkt wurde es dann noch mal voll und es konnte das eine oder andere
Schäppchen gemacht werden. Auch die Klepper-Vertreter konnten jetzt zufrieden
sein. Gegen 16.00 Uhr fuhren die letzten Gäste ab und das große Aufräumen
konnte beginnen.
Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für ein gelungenes, wenn auch etwas
abenteuerliches Faltboottreffen 2007.
Besonderer Dank an die Mitorganisatoren und Helfer Klaus und Sylvia Junker, Klaus Harms, Dicki, Conny, Udo, Uli, Elke, Holger und an alle, die ich vergessen habe aufzuzählen, für Ihre Unterstützung.
Da ich diesmal nicht selbst fotografieren konnte (schickt mir euere Fotos, bitte) hier die Links zu Fotos von Teilnehmern:
http://picasaweb.google.de/seitentasche/Bremen2007
http://homepage.mac.com/sebgerth/PhotoAlbum42.html
Siegmund Schneider
Bericht im Kanusport 2005
Über das Faltboottreffen 2006
Bericht im Kanusport 2006
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