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Viel Gestrüpp und wenig Wasser

Befahrung der Delme, Juli 2004

BaumstammAuf besonderen Wunsch von Olaf vom ESV Bremen sind wir wieder einmal auf der Delme gepaddelt. Unsere Einstiegsstelle war beim Wassermühlenhotel in Harpstedt. Ich war schon mal vor drei Jahren auf der oberen Delme, genauer auf dem Abschnitt zwischen Harpstedt und Delmenhorst. Damals war die Delme zwar eng, aber ab Horstedt eigentlich ganz gut befahrbar. Das Stück zwischen Harpstedt und Horstedt war schon damals schlecht zu befahren, wegen mehrerer umgestürzter Bäume und einer Stelle, wo Stahlträger den Bach blockieren (Foto ganz unten). Beim letzten Mal waren wir zu zweit unterwegs, diesmal waren wir zu fünft. Um es gleich vorweg zu sagen, ich halte die Delme nicht mehr für befahrbar. Zusätzlich zu den schon vorhandenen schwierigen Stellen hat sich die Ufervegetation ausgebreitet, die Delme ist über weite Strecken zugewuchert vom Schilf und von zahlreichen Büschen und Bäumen, durch deren Geäst man sich mühevoll durchkämpfen muss.
DelmeSehr gelegentlich hat die Delme noch ihre volle Breite, über weite Strecken ist nur noch ein sehr enger Streifen frei. Immer wieder, und weitaus häufiger als noch vor drei Jahren, heisst es, sich durchs Gestrüpp zu quälen. Rast gemacht haben wir nach Unterquerung der Autobahn hinter einem ehemaligen Wehr, hier ist eine der wenigen flachen Uferstellen, an denen man an Land kommt. Wer schon mal die Delme gefahren ist, kennt die Stelle, wo das erste flache, mehrstufige Wehr kommt, es folgen dann kurz hintereinander noch einmal zwei solche Stellen. Ab dem Ersten dieser Wehre macht die Befahrung wieder Spass, man kann hier so schön drüberrumpeln. Hat man die Straßenbücke zur "Großen Höhe" unterquert, kommt man bald am Kasernengelände vorbei. Auch hier gibts lustige kleine Wehre, die sich aber alle problemlos überqueren lassen. An der Straßenbrücke Adelheide/Ganderkesee sind wir dann nach fünf Stunden ausgestiegen, abgekämpft und verdreckt. Laßt euch nicht von den Fotos oben täuschen, das waren die schöneren Stellen. Die Delme wird ganz offensichtlich sich selbst überlassen, und das ist auch gut so. Zusätzlich muß man feststellen, das der Wasserstand kaum einmal zum Paddeln ausreicht. Ich kann nur von der Befahrung der Delme abraten.

Siegmund Schneider

Jochen im DreckJochen im Dreck

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