Auf
besonderen Wunsch von Olaf vom ESV Bremen sind wir wieder einmal auf der
Delme gepaddelt. Unsere Einstiegsstelle war beim Wassermühlenhotel
in Harpstedt. Ich war schon mal vor drei Jahren auf der oberen Delme,
genauer auf dem Abschnitt zwischen Harpstedt und Delmenhorst. Damals war
die Delme zwar eng, aber ab Horstedt eigentlich ganz gut befahrbar. Das
Stück zwischen Harpstedt und Horstedt war schon damals schlecht zu
befahren, wegen mehrerer umgestürzter Bäume und einer Stelle,
wo Stahlträger den Bach blockieren (Foto ganz unten). Beim letzten
Mal waren wir zu zweit unterwegs, diesmal waren wir zu fünft. Um
es gleich vorweg zu sagen, ich halte die Delme nicht mehr für befahrbar.
Zusätzlich zu den schon vorhandenen schwierigen Stellen hat sich
die Ufervegetation ausgebreitet, die Delme ist über weite Strecken
zugewuchert vom Schilf und von zahlreichen Büschen und Bäumen,
durch deren Geäst man sich mühevoll durchkämpfen muss.
Sehr
gelegentlich hat die Delme noch ihre volle Breite, über weite Strecken
ist nur noch ein sehr enger Streifen frei. Immer wieder, und weitaus häufiger
als noch vor drei Jahren, heisst es, sich durchs Gestrüpp zu quälen.
Rast gemacht haben wir nach Unterquerung der Autobahn hinter einem ehemaligen
Wehr, hier ist eine der wenigen flachen Uferstellen, an denen man an Land
kommt. Wer schon mal die Delme gefahren ist, kennt die Stelle, wo das
erste flache, mehrstufige Wehr kommt, es folgen dann kurz hintereinander
noch einmal zwei solche Stellen. Ab dem Ersten dieser Wehre macht die
Befahrung wieder Spass, man kann hier so schön drüberrumpeln.
Hat man die Straßenbücke zur "Großen Höhe"
unterquert, kommt man bald am Kasernengelände vorbei. Auch hier gibts
lustige kleine Wehre, die sich aber alle problemlos überqueren lassen.
An der Straßenbrücke Adelheide/Ganderkesee sind wir dann nach
fünf Stunden ausgestiegen, abgekämpft und verdreckt. Laßt
euch nicht von den Fotos oben täuschen, das waren die schöneren
Stellen. Die Delme wird ganz offensichtlich sich selbst überlassen,
und das ist auch gut so. Zusätzlich muß man feststellen, das
der Wasserstand kaum einmal zum Paddeln ausreicht. Ich kann nur von der
Befahrung der Delme abraten.
Siegmund Schneider
Jochen im Dreck