Dieses Jahr gab es nach langer Zeit erstmalig wieder Pfingstferien in Bremen
und so konnten wir vom 9. bis zum 17. Mai mit schulpflichtigen Kindern in den
Spreewald fahren. 
Mit dabei waren 3 Familien, insgesamt 6 Erwachsene und 7 Kinder zwischen 8 und
16 Jahren. Ziel sollten es unter anderem auch sein, den Kindern in den strömungsarmen
Fließen des Spreewaldes den Einstieg in das Paddeln mit Einer-Kajaks zu
geben. Und so fuhren wir mit 13 vereinseigenen Einern und dem BKW-Bootsanhänger
nach Lübbenau auf den herrlich gelegenen Campingplatz im Schlosspark. Dort
hatte man uns ein schönes Wiesenstück reserviert und abgesperrt, von
dem aus wir nur wenige Meter bis zur Einsatzstelle im Lehder Fließ laufen
mussten.
Das Wetter war super und so konnten wir die Spritzdecken beruhigt im Auto lassen,
da beim Paddeln Badehose und T-Shirt als Bekleidung ausreichten. Abends mussten
wir allerdings möglichst viel anziehen, um nicht von den Mücken, die
jeden Abend pünktlich um 18.30 Uhr zu unserem (und ihrem!) Abendessen erschienen,
vollkommen zerstochen zu werden.
Bei den Paddeltouren haben wir ganz langsam begonnen, da die meisten Kinder
und auch zwei der Mitreisenden bisher kaum im Einer gepaddelt waren. Und so
waren die ersten Touren nur so 5 bis 7 km lang und von viel Zickzack-Kurs und
drehenden Kajaks gekennzeichnet. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch
und jeden Tag wurden die Paddeltechnik und der Geradeauslauf deutlich besser.
Für Abwechslung sorgten neben der schönen Landschaft auch die vielen
Schleusen und die gut gemachten Bootsrollen, die das Umtragen um die Wehre zu
einem Vergnügen machten.
Jeden Tag wurde eine andere Strecke gepaddelt und immer vom Campingplatz aus
gestartet, da uns ein Auto-Transfer mit den vielen Booten doch zu mühsam
war. Aber das ist das tolle am Spreewald und diesem Campingplatz, es gibt unendlich
viele Möglichkeiten für die Tagestouren.
Interessant war es auch, die Hauptausflugsziele Lehde und Wotschofska sowohl
an einem Pfingsttag als auch an einem normalen Wochentag zu besuchen. Am Feiertag
Gewusel von Hunderten von Kanus und Stau hinter den Spreekähnen, die ganze
Busladungen durch die Fließe staken. Und in der Woche trotz Pfingstferien
in Berlin und Brandenburg viel Platz und überall eine freie Anlegemöglichkeit.
Mittags wurden außer den mitgebrachten Stullen auch gern mal das für
den Spreewald typische Schmalzbrot mit eingelegten Gurken gegessen. Bei einem
dieser Pausen in Gabi´s Gurkenfass in Lehde hatten wir das Vergnügen
ein Fernsehteam bei der Arbeit zu beobachten, die den Schlagersänger Bernhard
Brink auf einem Spreekahn interviewten. Und bei der Weiterfahrt haben wir diesen
Kahn dann noch überholt und wären auch ins Fernsehen gekommen, wenn
sich Bernhard Brink nicht ausgerechnet in diesem Moment versprochen hätte!
Nach vier Paddeltagen brauchten die Kinder mal einen Tag Auszeit vom Paddeln
und das nutzten die Erwachsenen wechselweise zu einer längeren Tour durch
den idyllischen Hochwald im Kerngebiet des Biosphärenreservates. Wirklich
ein sehr schönes, naturnahes und ruhiges Gebiet, das nur von wenigen Paddlern
und Spreekähnen besucht wird.
Am letzen Paddeltag ging die ganze Truppe dann noch einmal auf eine für
die Kinder etwas längere Strecke nach Leipe und wieder zurück. Und
siehe da, es war überhaupt kein Problem, die insgesamt 14 km zu paddeln
und auf der Rückfahrt lieferten sich zwei Jungs ein Wettrennen, bei dem
von den Erwachsenen keiner mehr mithalten konnte! Das Geradeausfahren haben
sie jedenfalls gelernt und in einer Gruppe von Kindern kommt auch das obligatorische
„Ich kann nicht mehr“ viel später oder – wenn man die
Strecke richtig ausgewählt hat – gar nicht.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Familienfahrt und der Spreewald ein
Ziel, das sich für Fahrten mit Kindern sehr gut eignet!
Elke Grunwald und Egon Barthel
Das Kajakfahren im Spreewald macht zwar Spaß, aber die Kähne die
dort überall herum fahren, können schon stören. Gerade in den
kleinen Dörfern ist es sehr schwer, einen Weg durch die Kähne zu finden!!
(=
Mir hat es sehr gefallen, dass man vom Campingplatz aus,direkt ins Wasser bzw.
ins Boot steigen kann. Auch wenn es, von unserem Standort, etwas länger
zu den Toiletten gedauert hat, finde ich den Campingplatz sehr schön!
Die Fahrt nach Leipe war erst anstrengend, doch dann habe ich heraus gefunden,
wie es ohne Anstrenung geht zu Paddeln. In Leipe gab es sehr leckeres Essen!!
(=
Am Anfang hatten manche Kinder noch die Wildwasserboote (Invader) mit denen
das Paddeln total schwer war, da die Boote sich andauernd gedreht haben!!
Wir haben uns sogar Geld verdient, als wir den Leuten geholfen haben,die Boote
über die Bootsrolle zu ziehen. Allerdings lies sich das nicht jeder gefallen.
Auch der Weg dort hin ist eigentlich verboten, denn sonst würden wahrscheinlich
sehr viele versuchen sich dort Geld zu verdienen...!
Ich hoffe wir können bald wieder in den Spreewald fahren!!!
Svenja McGrath (=