Um
es gleich vorweg zu sagen: Bei Neumitgliederfahrten kann jede/r mitfahren, Neumitglieder
werden aber besonders angesprochen, sich hieran zu beteiligen. So waren wir
dann 12 Teilnehmer, die sich am 1. September auf den Weg zur Hunte machten.
Da an diesem Tag Werder spielte, wollten wir nicht zu früh zurück
sein und so kamen wir erst gehen 11.15 vom Platz. Wir hatten drei PKWs und einen
Anhänger voller Boote. Wir fuhren nach Wildeshausen zur ausgewiesenen Einsetzstelle,
luden die Boote ab und fuhren mit zwei Autos zu unserem Ziel, der Dehlandbrücke,
das ist die Straßenbrücke zwischen Sandhatten und Huntlosen. Unsere
Paddelstrecke ist 22 km lang und führt durch eine landschaftlich sehr reizvolle
Gegend. Eigentlich sind 22 km für eine Anfängertour ein wenig lang,
aber niemand hat sich beklagt. Gegen 13.00 Uhr konnten wir endlich starten.
Die Hunte führte leichtes Hochwasser. Die meisten Steine und die ganzen
kleinen Schwälle waren verschwunden, dafür gab es gleich unter der
ersten Brücke einen ordentlichen Schwall zu überwinden. Wer dass noch
nicht kannte, musste seinen Mut zusammennehmen und mit leichtem Gerumpel über
die überspülten Steine da durchfahren. Um es vorweg zu sagen, es sollten
im Verlauf der Tour noch drei weitere Schwälle folgen. Alle wurden gefahrlos
überwunden, niemand ist gekentert. Das ist doch ein schönes Erfolgserlebnis,
wenn man mal seine Ängste überwunden hat. Trotzdem ist entsprechende
Ausrüstung notwendig, auch auf Kenterungen muss man vorbereitet sein. Die
Hunte hat sich ihr Flußbett tief ins Gelände gegraben. Von der Umgebung
ist nichts zu sehen. Man sieht nur Laub rechts und links, dann und wann mal
eine Sandabbruchkante und Kiefern, wenn man durch Nadelwald fährt. Wer
mag, kann ja auch mal die diese Ecke mit dem Fahrrad erkunden, es lohnt sich!
Nachdem wir den Schwall unter der Straßenbrücke Dötlingen-Großenkneten
passiert hatten, nutzten wir die Gelegenheit zum Üben im stärker stömenden
Wasser und zum Kehrwasserfahren.
Bald
machten wir unsere Mittagspause an einer der dafür ausgewiesenen Stellen.
Für die ganze Gruppe war es etwas eng, aber dafür gemütlich.
Immerhin spielte das Wetter mit und wir hatten während der ganzen Fahrt
keinen Regen, ja man kam sogar ins Schwitzen. Nach ausgiebiger Pause machten
wir uns wieder auf den Weg. Vor dem Schwall unter der Brücke Westrittrum-Ostrittrum
hatte ich ein wenig Bedenken. Den hatte ich aus früheren Touren in Erinnerung,
bin den aber nie gefahren, weil wir hier immer die Tour beendeten. Meine Befürchtungen
waren aber gegenstandslos, der Schwall war auf der linken Seite problemlos zu
befahren. Offensichtlich ist hier aufgeräumt worden. Mittlerweile machte
sich doch die Länge der Tour bemerkbar, es wurde langsam spät. Es
galt aber noch ein altes, aufgegebenes Wehr zu überwinden. Jetzt ist hier
nur noch eine Fundamentschwelle. Die war zwar beindruckend, aber gänzlich
ungefährlich, da ohne Rücklauf. Wie das hier mit weniger Wasser aussieht,
vermag ich nicht zu sagen. Während unserer Fahrt begegneten wir zwei jungen
Männern im Faltboot, die sich einen heftigen Riss in der Bootshaut zugezogen
hatten sowie einer Gruppe junger Mädchen in Begleitung eines Erwachsenen,
die in Billig-Kaufhaus-PVC-Booten unterwegs waren und trotz kaum vorhandener
Paddelkenntnisse auch heil ankamen. Gegen 18.30 erreichten wir unser Ziel. Jetzt
folgte noch die übliche Prozedur mit Autos holen, umziehen, Boote aufladen
etc.. Gegen 20.00 waren wir wieder zurück. Die Teilnehmer hat es Spaß
gemacht, wir werden diese Fahrt also im nächsten Jahr wiederholen, ev.
sogar als Gepäckfahrt über zwei Tage. 
Siegmund Schneider
Für die Hunte gelten Befahrensregelungen!
Sperrung vom 1. April bis 15 Juni, in der übrigen Zeit Verbot für Boote über 6m Länge und 1m Breite. Zum Ein- und Aussetzen und für Pausen die vorgesehen Plätze benutzen.