Über viele Jahre wurde im BKW schon Ausgleichssport betrieben.
Dazu traf man sich in der Schulturnhalle an der Lessingstraße. Hier wurde
geturnt, Zirkeltraining und Skigymnastik betrieben und zum Abschluss Basketball
gespielt. Irgendwann erlahmte das Interesse an dieser Hallenzeit, immer weniger
Aktive fanden den Weg dorthin. Als die Zeiten dann neu vergeben wurden, meldete
der Bremer Ski-Club Bedarf an, da deren Gruppen aus allen Nähten platzten
und sie zusätzliche Angebote machen wollten. 
Einige Jahre störte sich niemand daran, dass es keinen Ausgleichssport
zum Paddeln gab, doch irgendwann stellten sich bei dem Einen oder Anderen kleine
Wehwehchen ein und der Wunsch, neben dem Kanusport noch etwas zusätzlich
zu machen, wurde immer häufiger geäußert.
Nachdem ich mein Studium und die Lehrerausbildung in den Fächern Sport
und Biologie abgeschlossen hatte und nach Babypause schon einige Jahre bei der
Bremer Volkshochschule Kurse für Rückengymnastik geleitet hatte, erklärte
ich mich bereit, auch im BKW während des Winterhalbjahres Rückengymnastik
anzubieten.
Nach der Freimarktregatta 1995 war es dann soweit, wir starteten am Montagabend
im Tagesraum des Bootshauses. Da das Interesse recht groß war, gab es
zwei Gruppen, die zunächst Tische und Stühle beiseite räumen
mussten und dann nacheinander jeweils eine Stunde aktiv waren.
Auch im darauf folgenden Jahr gab es wieder zwei Gruppen, doch die spätere
Gruppe wurde im Laufe des Winters immer kleiner. Auch gab des etliche Mitglieder,
die gerne mitmachen wollten, aber am Montag keine Zeit hatten. So ließ
ich mich überreden, im Jahr darauf eine
Gruppe am Montag und eine am Dienstag anzubieten.
Seitdem hat sich die Zusammensetzung der 10- bis 12-köpfigen Gruppen immer
wieder verändert, doch an beiden Abenden gibt es einen harten Kern, der
Jahr für Jahr wieder dabei ist.
In den Stunden gibt es nach einer Aufwärmphase viele Dehn- und Kräftigungsübungen,
um muskuläre Disbalancen auszugleichen und die Haltemuskulatur zu stärken.
Nach speziellen Wirbelsäulenübungen gibt es dann zum Abschluss noch
Entspannungsübungen. An manchen Abenden würden Einigen am liebsten
gleich mit der Entspannung anfangen.
Einige der Teilnehmer legen auch Wert darauf, immer am gleichen Platz ihre Übungen
zu machen. Viel Spaß haben wir, wenn Neue dazu stoßen und sich dann
ausgerechnet einen dieser Plätze aussuchen. Auch sonst kommt das Vergnügen
nicht zu kurz, es werden Späßchen gemacht, es wird gelacht und nach
einer Stunde anstrengender Gymnastik noch etwas an der Theke getrunken. In der
Dienstag-Gruppe gibt es nach Geburtstagen auch schon mal ein Gläschen Sekt
und vor Weihnachten sowie nach der letzten Stunde vor Beginn der Osterferien
wird nach getaner Arbeit gemeinsam zu Abend gegessen. Danach steht im Frühjahr
und Sommer wieder der Kanusport an erster Stelle, bis wir dann im nächsten
Herbst wieder die Tische und Stühle für die Rückengymnastik zur
Seite räumen.
Ilse Vöge
Wer noch Fragen hat: Tel.: 0421-834152


