am Anfang war das WASSER
Arbeitsdienst klingt schlimmer als es ist. Zweimal im Jahr wird das Bootshausgelände aufgeräumt und notwendige Renovierungen werden durchgeführt. Vereinsmitglieder müssen diese Arbeitsdienste mitmachen, aber hier wird nicht verbissen geschuftet, sondern in geselliger Atmosphäre etwas für die Gemeinschaft getan.
Aussteigen - und zwar nach einer Kenterung aus dem Boot, sollte man geübt haben. Sowas kann jedem einmal passieren und dann sollte man in der Lage sein, richtig auszusteigen.
Wer's üben will: siehe eskimotieren
Baidarka russisch für kleines Boot, ehemals Bezeichnung für ein Kajak von den Aleuten-Inseln. Im Gegensatz zu den Grönland-Booten ist nur der Bug hochgezogen, das Heck ist flach. Heutige Bauweisen z.B der Necky-Kajaks.
Bekleidung je nach Einsatzzweck= bei Wärme leicht, bei Regen trocken, bei Kälte warm.
Paddeljacke, Regenhut (Südwester), festes Schuhwerk, e.V. Schwimmweste. Im Sommer sind kurze Radlerhosen nicht schlecht.
Für Wildwasser: Schwimmweste, Neoprenanzug, Helm, für Großgewässer Schwimmweste, ev. Trockenanzug.
BKW einer der besten Kanuvereine Deutschlands.
Bootshausdienst auch eines dieser schrecklichen Wörter. Zwei Wochen im Jahr hat jedes Vereinsmitglied die Gelegenheit, hinter der Theke stehend (nur am Donnerstagabend) die anderen Vereinsmitglieder kennenzulernen und sich durch putzen des Bootshauses beliebt zu machen. Wer nicht kommt, macht sich nicht nur unbeliebt, sondern muß auch zahlen.
Brandung Zone in Strandnähe, in der sich die Wellen brechen. Nur was für geübte Seekajakfahrer.
Bug Vorderteil des Bootes.
Canadier das klassische offene Indianerboot. Der Canadier wird vorwiegend kniend oder sitzend mit Stechpaddeln gepaddelt.
Cowtail - kurze , elastische Rettungsleine, die an der Schwimmweste befestigt ist.
Deck die Oberseite des Bootes.
Ersatzkleidung wichtig! Gehört in den wasserdichten Beutel für den Fall des Kenterns.
Eski Kurzform für Eskimokajak. Gemeint sind moderne heutige Bauform der Seekajaks.
eskimotieren muss man können, wenn man mal wieder in den Bach gefallen ist: ein gekentertes Boot mit Hilfe des Paddels wieder in die aufrechte Position bringen, ohne Aussteigen zu müssen. Sowas kann man lernen, beim BKW z.B. im Winter im Unibad, oder Mai - Juli im Stadionbad.
Ebbe immer weniger Wasser, dafür immer mehr Steine, Sand
und Schlick. Der Wasserstand sinkt.
Nicht immer identisch mit der Strömungsrichtung!
Faltboot faltbares Boot. Meist ein Zweier, der aus einer dicken Kunststoff - oder Gummihaut am Unterschiff und einem Deck aus Baumwolle gefertigt ist. Die Haut wird über ein Gerüst aus Holz oder seltener aus Aluminium gezogen. Einer-Faltboote sind relativ selten geworden. Eine Sonderform ist der Faltcanadier. Der besondere Vorteil des Faltbootes ist, das man es auf Reisen leichter transportieren kann. Faltboote sind wartungsaufwendiger und empfindlicher als Festboote.
Flosse oder auch Skeg ein festes, nur nach oben und unten bewegliches Steuer. Damit kann man das Boot besser auf Kurs halten.
Flut Gegenteil von Ebbe
Frauen müssen in Zweiern immer vorne sitzen (wieso weiß man nicht!).
Gelcoat äußerste Schicht eines Gfk- Bootes
GfK Material für Bootsbau. Heute wird meist eine Diolen-Glasfaserkombination mit Polyester -oder Epoxydharz getränkt verwendet.
Heck hinterer Teil des Bootes.
Helm wird beim Wildwasserfahren und beim Brandungssurfen benötigt.
Indianer haben das Kanu , heute Canadier genannt, erfunden. Die Ursprungsform wurde meist aus Birkenrinde hergestellt.
Jugendliche umworbene, aber selten gesehene Bevölkerungsgruppe.
Karbon-Kevlar modernes, leichtes Material zur Bootsherstellung, wird ähnlich Gfk verarbeitet, ist aber deutlich teurer.
Kanu Oberbegriff für alle Boote, die in Sichtrichtung mit Paddeln vorwärtsbewegt werden, also Kajaks , Canadier und Drachenboot.
kentern unfreiwillige durchgeführte erste Hälfte der Eskimorolle. Spätestens jetzt sollte man auch die zweite Hälfte können.
Kompass für Seekajakfahrer unerläßliches Zubehör zu Kursbestimmung.
Longjohn Neoprenanzug in Form einer Latzhose mit langen Beinen.
Männer können natürlich immer alles besser (außer paddeln natürlich).
Mitglieder haben wir zur Zeit ca. 200, es dürfen aber mehr werden.
Neumitglieder sieht man bei uns besonders gerne. Jeder kann es werden.
Ohrenstöpsel sind sinnvoll , wenn man die Rolle übt. Verhindert das Eindringen von Wasser ins Ohr.
Paddel das wichtigste Werkzeug des Paddlers. Es gibt Doppelpaddel für Kajaks und Stechpaddel für Canadier und Drachenboote. Paddel gibt es in den unterschiedlichsten Aufführungen.
Polyethylen kurz PE genannt. PE ist recht weich und wird vorwiegend für Wildwasserboote verwendet. Es ist stoß-und schlagunempfindlich, kann aber nur sehr schlecht repariert werden. Man verwendet PE auch für Wanderboote und Seekajaks, hier jedoch vor allem wegen des Preisvorteils verwendet. PE- Boote sind meist schwerer als laminierte Boote (Gfk oder Kevlar).
Prallplatte in Wildwasserbooten eingesetzt Platte zum Abstützen der Füße.
Quajaq Das Eskimoboot für die Jagd. Quajaq bedeutet Ein-Loch.
Rodeo Spielart des Wildwassersportes. Die Boote sind besonders kurz und flach. Mit Rodeobooten werden keine Strecken gefahren, sondern an Spielstellen (Walzen z.B.) werden Figuren gefahren, d.h. die Paddler surft mit dem Boot auf Walzen und Wellen und eskimotiert auf alle möglichen Weisen (oder wie man das nennen will, die Rodeofahrer haben ihre speziellen Ausdrücke).
Rollsack wasserdicht verschließbarer Beutel, der am offenen Ende aufgerollt wird und mit einem Steckverschluß verschlossen wird.
Schwall Verengung des Flußlaufes, dadurch Stauwirkung und Beschleunigung des Wassers. Am Ende eines Schwalles können Walzen entstehen. Schwälle sind meistens befahrbar, sofern keine weiteren Hindernisse den Weg versperren.
Schwimmweste braucht der Paddler, um sich länger über Wasser halten zu können. Gibt es in verschiedenen Formen, z.B. kurze Feststoffwesten, aufblasbar mit Co2 Patrone, oder als ohnmachtssichere Feststoffweste.
Seekajak besondere Bauform des Kajaks zur Benutzung auf See. Das Boot hat hochgezogene Enden und ist vorne und hinten abgeschottet. Zur Ausstattung gehört u.a. eine Pumpe und ein Kompass.
Shorty kurzgeschnittener Neoprenanzug.
Spritzdecke schließt die Sitzluke gegen Wasser ab, liegt am Körper an. Unbedingt notwendiges Zubehör. Das Abreißen der Spritzdecke unter Wasser nach einer Kenterung sollte geübt werden.
Trockenanzug brauchen Seekajakfahrer und Wildwasserfahrer, wenn in besonders kaltem Wasser gepaddelt wird. Kostet neu so ab 250 Euro.
Toggle Knebelgriff zum Tragen des Bootes an Heck und Bug.
Unterwäsche in der kalten Jahreszeit sollte Funktionsunterwäsche - warm und feuchtigeitstransportierend - angezogen werden. Wenn man mehrerer Stunden in der Kälte paddelt, kann man sehr auskühlen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich.
Verbandszeug gehört zu einer sinnvollen Ausrüstung unbedingt dazu. Man kann es selbst zusammenstellen und in einem wasserdichten Beutel aufbewahren, oder als fertiges Päckchen kaufen., dann aber auch auf wasserdichte Verpackung achten.
Walzen entstehen, wenn Wasser durch eine Verengung gepreßt wird. Sowas braucht der Rodeofreak zum Spielen.
Wehr künstlich angelegte Staustufe in einem Fluß. Wehre sind äußerst gefährlich und sollten nicht befahren werden. Die meisten tödlichen Unfälle geschehen an Wehranlagen.
Wellen sind das, was den meisten Spaß bringt, solange sie nicht zu hoch werden.
Wildwasser meint schnellfließende Gewässer. Wildwasserfahren erfordert besondere Boote u besonderes Können und besondere Ausrüstung.. Wildwasser wird in Kategorien von 1 bis 6 aufgeteilt. Wildwasser 1 meint leichtes Wildwasser, das von jedem geübten Paddler zu bewältigen ist, Wildwasser 6 ist für den Normalmenschen nicht befahrbar. Wildwasserboote sind recht kurz und sehr wendig, heutige Wildwasserboote sind aus PE.
Wurfsack Ein Rettungsmittel, besteht aus einer Leine in einem Beutel. An beiden Enden befinden sich Schlaufen (meist auch Karabinerhaken). Ein Ende hält der Retter fest, der Beutel wird dem zu Rettenden zugeworfen, die Leine wickelt sich im Flug ab.